Europäische Solar- und Speicherpolitik im Jahr 2025: Was Sie wissen müssen
Mehrere europäische Länder verstärken ihre Bemühungen zur Regulierung und Förderung von Solarenergie und Energiespeicherung. Neue Regeln und Förderinitiativen könnten sich im Jahr 2025 erheblich auf die Projektplanung, die Produktzertifizierung und die Markteintrittsstrategien auswirken.
Deutschland führt am 1. Februar 2025 die Registrierungsplattform Zentrales Register für Einheiten und Komponenten (ZEREZ) ein. Gemäß offizieller Aktualisierungen auf Basis der überarbeiteten NELEV-Verordnung (Mai 2024) müssen alle Komponenten von Photovoltaik- (PV) und Speichersystemen in ZEREZ registriert sein. Nicht registrierte Systeme dürfen nicht ans Netz angeschlossen werden. Nach der Registrierung erhält jede Komponente eine eindeutige ZEREZ-ID, wodurch das bisher fragmentierte und komplexe Genehmigungsverfahren für den Netzanschluss deutlich vereinfacht wird.
Ungarn hat sein Energiegesetz aktualisiert und ermutigt Mieter von Mehrfamilienhäusern, sogenannte Energiegemeinschaften zu bilden und gemeinsam Solaranlagen zu installieren. Ab Juli 2025 müssen alle Neuinstallationen mit vernetzten Wechselrichtern ausgestattet sein, die Leistungsdaten in Echtzeit übermitteln können. Wie ungarische Abgeordnete betonten, soll dies die Netzstabilität und -transparenz verbessern. Strengere Richtlinien für den Datenzugriff könnten jedoch die Verwendung bestimmter Importprodukte einschränken. Darüber hinaus hat Ungarn das Programm „Digital Renewal+“ mit einem Budget von 26,5 Milliarden HUF (ca. 68 Millionen Euro) aufgelegt, um Netzbetreiber bei der Modernisierung ihrer Infrastruktur für eine bessere Integration erneuerbarer Energien zu unterstützen.

Rumänien plant, bis 2025 bis zu 1.500 MW an erneuerbarer Energiekapazität zu installieren und seine Batteriespeicherkapazität zu verdoppeln. Dies geht aus aktuellen Regierungsberichten im Rahmen des Nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplans (PNRR) hervor. Das Land konzentriert sich zudem auf den Ausbau seiner heimischen Produktionskapazitäten für Solarmodule und Speichersysteme, um die langfristige Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten.
In Italien hat die Region Friaul-Julisch Venetien ein Förderprogramm in Höhe von 2,4 Millionen Euro angekündigt, das kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen in die Eigenstromerzeugung mittels Photovoltaik- und Solarthermieanlagen unterstützen soll. Jedes Unternehmen kann bis zu 300.000 Euro erhalten, davon bis zu 70 % Vorfinanzierung, sofern die Anlagen unter 1 MW liegen und sich in förderfähigen Gebieten befinden. Das Programm fördert die Integration von Speichern und intelligenten Energiemanagementsystemen.
Diese Richtlinien markieren einen klaren Wandel hin zu mehr Compliance, Digitalisierung und lokaler Energieautonomie in ganz Europa. Für Lieferanten in SolarkabelFür Wechselrichter und integrierte Systeme ist die Anpassung an diese regulatorischen Änderungen der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit.